Weg 2 Tafel 1-1 Zeugnis der Gegenreformation St. Jakobus d. Ä.

Weg 2 Tafel 1-1 Ort der Gegenreformation

Weg 2 Tafel 1-1 Ort der Gegenreformation

Weg 2 Tafel 1-1 Zeugnis der Gegenreformation St. Jakobus d. Ä.


Übersichtskarte: Kulturwanderwege Markt Triefenstein


Ort: An der Kirche St. Jakobus in Lengfurt
Ein erster Hinweis auf ein Gotteshaus in Lengfurt findet sich im Triefensteiner Urbar (Grundbuch) A von 1416: Dort ist ein Wein-Zehnt für die Kirche aufgeführt. Nach Einführung der Reformation durch die Grafen von Wertheim in Lengfurt nutzten die protestantischen Christen dieses Gotteshaus, während die Katholiken die Triefensteiner Leutkirche besuchten. Nach dem Aussterben der Wertheimer Grafen zog der Würzburger Fürstbischof den größten Teil ihrer Lehen ein, darunter auch im Jahr 1612 Lengfurt. Damit endete die fast 100jährige konfessionelle Spaltung des Ortes. Ein Jahr später wurde der Grundstein zur Kirche St. Jakobus d.Ä. gelegt. Das heutige Aussehen dieser Echter-Kirche ist geprägt von den Umbauten des frühen 18. Jh., vor allem der Verlängerung des Kirchenschiffs. 1704 wurde der alte Kirchturm abgebrochen und ein neuer neben dem Chor errichtet. Die Seitenaltäre schuf der Lengfurter Schreiner Bretträger 1722, der Hochaltar kam 1807 nach Lengfurt, die Kanzel ist aus der Hand des Bronnbacher Bildhauers Külsheimer von 1811, das Orgelgehäuse mit Rokokoschnitzwerk stammt von 1773.

Die Inschrift der Stiflertafel von 1613 lautet:
Der Thodtfall macht diß Dorff vermanth
Bischoff Julius aus Echter Stam
Nimbt sich deß an und Bedenckt darbei
Das Vornembste die Seelsorg seye
Pflantzt derwegen ein die Religion
Und weil im vogt sein underthon
Dotiert er Pfarrn baut Kirchen New
Wessen Gott ewig schützer sey

Bild: St. Jakobus und die Bauinschrift aus dem Jahre 1613 (gezeichnet von Günther Thoma, Karlstadt)